Sonntag, 10. September 2017

Freitag, 8. September 2017


wir haben Verständnis für die Befürchtungen der Liberalen, wonach der Staatssozialismus den einzelnen entmündige und ihm das Recht und die Pflicht zur Selbstverantwortung nehme, wir stimmen zu, wenn sie erklären, dass der Staat mit seinen Zwangsversicherungen zu einer allgemeinen Kleinkinderbewahr­anstalt, zu einer Suppenanstalt werde, ja, wir sind eine Sup­penanstalt, wir bauen, wie die Römer, Theater für den Pöbel und richten Spiele aus, zum Ver­gnügen und zur Unterhaltung der Massen, und unsere Politiker gehen, wie die römischen Sena­toren, mit der weissen Toga einher und werben um die Stimmen der Wähler und drücken jedem die Hand, aber es geht nicht anders,

es geht nicht anders, wir haben nur die Wahl zwischen zwei Zuchthäusern, dem liberalen und dem sozialistischen, mich, daz ich sei, ein so strukturierter Despotismus werde Einfluss auf das gesamte Kulturleben nehmen wie in der Antike, er werde damit jene Grabesstille herbeiführen, in der Venedig endete, weggeräumt, der Unter­gang der politischen Freiheit und der nationalen Gesittung wird das Ende sein, dem sie zu­führt, und es wird einerlei sein, ob dieses Ende auf dem Wege der konservativ-sozialistischen oder der sozialdemokratischen Organisation erreicht werden wird, der Ruin der Kultur, der dann eintritt, wird in beiden Fällen derselbe sein,

fester, neolithische Revolution, die Tragödie beginnt, die Erde wird gezwungen, mehr herzugeben, als sie zu geben bereit war, et non a vino movemini et non ebrietate, ich erwiderte, ich sehe eine fliegende Schriftrolle, zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit, nach seiner minne siech, da sprach er zu mir, das ist der Fluch, der hinauszieht über das ganze Land, denn jeder Dieb wird von nun an jenem Fluch gemäss weggeräumt, und jeder Meineidige wird von nun an demgemäss weggeräumt, quoniam miscuit vobis Dominus spiritum soporis,

man kann nicht sagen, dass man nicht gewarnt worden wäre, es gab genügend Leute, die hell­sichtig genug waren, um zu sehen, was auf die zukam, Eugen Richter hat beispielsweise 1891 in seinen Sozialdemo­kratischen Zukunftsbildern Wesentliches von dem vorweggenommen, was später in den realsozialistischen Ländern Wirklichkeit geworden ist, in Form eines fiktiven Tage­buches schildert ein zunächst begeisterter Sozialdemokrat den Sieg der Revolution und die an­schliessende Umgestaltung der Gesellschaft, Verstaatlichung, Auflösung der Familie, Herstellung sozialer Gleichheit, Organisation der Arbeit und des Konsums,


Samstag, 5. August 2017


fester im Arme, man hätte es deshalb wissen können, was in einem solchen Experiment geschehen muss, Lenin hätte es lesen können, die Arbeitsdisziplin zerfällt, die Grundnahrungsmit­tel werden knapp und müssen rationiert werden, das Alltagsleben versinkt in Schäbigkeit und Monotonie, der Terror wächst, die politische und geistige Freiheit geht verloren, die sozialen Be­ziehungen zerfallen, die Zwangsarbeit muss wieder eingeführt werden, und der Staat wird zu einem einzigen grossen Zuchthaus, wir denken, gleiche Arbeitszeit, zwangsweise Zuteilung zu bestimmten Arbeiten, dergleichen kannten wir früher nur in den Strafanstalten, der Küchenzettel in dieser Strafanstalt ist früher vielleicht besser, jedenfalls nicht schlechter gewesen, claudet oculos vestros prophetas,

Samstag, 29. Juli 2017

Samstag, 22. Juli 2017


viele Milliarden an Werten hat die Umwälzung schon zerstört, Milliarden müssten weiter geopfert werden, um die jetzt schon vorhandene Desorganisation der Volkswirtschaft wieder zu beseitigen, jeder Tag der Verzögerung in der Befreiung des Vaterlandes von dieser unseligen Verirrung der Geister führt uns dem Abgrund näher, darum nieder mit dem sozialdemo­kratischen Zuchthausstaat, es lebe die Freiheit, denken an di prüste dein, c'est bien ça qu'ils disent, dis, c'est donc marrant, nntz, nntz, quand je dis ça, schtt, chrch, je sens du plaisir, je sens comme le plaisir vient, j'ai même l'impression que je jouis un peu, je dis chrr, bitz, potz, et je jouis, Gede Linto benimmt sich wie ein Baby, er lallt und stottert und schreit,

Gede Kaka scheisst überall hin, und Suffering Gede ist Jesus mit der Dornenkrone, es ist dies alles eine sehr einfache Welt für einfache Gemüter, magst du denken, es ist so, da stimme ich zu, aber was willst du, dass es anders sei, es gibt im übrigen auch immer noch neue Gede, es tauchen neue Gede auf, zum Beispiel Gede Gedelia, eine sehr energische junge Dame, sehr sexy, sehr freizügig, aber auch ein bisschen feministisch, Gede ist Saint Gerard, er ist aber auch Saint Gabriel, avec cinquante ans, je le vois très clairement, tu sais définitivement que les gens disent toujours les mêmes mots, et principes vestros,

Samstag, 8. Juli 2017


tu trouveras que les gens disent sans cesse le mot impossible, tout sera impossible, rien ne ira plus, impossible, entendras-tu sans cesse, mais c'est impossible, va-t-on dire, comme nous sommes donc encore bien, comme nous pouvons encore exister, encore vivre, comme les mots sont à disposition, comparés aves ces autres, nous sommes encore bien, avec nos mots, nous avons encore des mots, le mot amour par exemple, disons amour, et dans toutes les couleurs, dans mille couleurs, oh amour, disons nous, et ah amour,  et quand nous avons assez de ces oh amour ah amour eh eh amour, nous disons autre chose,

und es schauderte, n'importe quel chose, vite, par exemple, mais vite, nous disons bref, nous disons couverture, et ce mot nous excite particulièrement, nous disons couverture et nous sommes tout de suite excités, Gede Nimbo lehnt elegant am Tor zur Unterwelt, die Glieder verdreht, raucht eine dicke Zigarre, blickt mit seiner dunklen Sonnenbrille zu uns hin und sagt mit einer näselnden Stimme you, and not you, and you, and you, and not you, und er winkt und deutet mit seinem dicken Stab, schamlos, mal élevé, er fährt den Frauen mit dem Stab unter die Röcke, hebt die Röcke und die Blusen, und stösst die Männer in die Hoden,

Samstag, 10. Juni 2017


ach wie schon, aber vielleicht ist es ja gar nicht unmöglich, das Rätsel unserer Existenz zu ergründen, vielleicht liegt alles ganz offen vor unseren Augen, und wir haben das Offensichtliche bisher nur nicht gesehen, es braucht nur eine kleine, bisher nicht vollzogene Drehung des Geistes, und schon ist alles ganz klar, versuchen wir doch einmal eine solche überraschende Drehung und erklären wir, dass die Willensfreiheit nicht existiert, erklären wir, dass alles, was geschieht, mit Notwendigkeit geschieht, qui vident visiones operiet,