Mittwoch, 11. Mai 2011


er mache diesen Morgenspaziergang übrigens auch heute noch, jeden Tag, er sehe Hitler in der Mitte, deutend, mit vorgestrecktem Arm, und links von ihm sein Sekretär, Reichsleiter Martin Bormann, wenn sie umherirren ohne Nahrung, Bormann, finster blickend, die Hände auf dem Rücken, vagantes, und rechts der Aussenminister von Ribbentrop, alle drei im Taktschritt, weitausgreifend, da habe man die Impromptus, da habe man die Rhapsodien, die Sonaten, die allesamt Hexensonaten gewesen seien, o se están en sus guaridas,
vieles deuten wir als Verhängnis, als Krankheit, als etwas Unabänderliches, Biologisches, als Natur, gegen das es keine grundsätzlich Abhilfe schaffenden Gegenmittel gibt, die Dinge erscheinen, verschaffen sich Raum, saugen Blut, vernichten Verstand und guten Willen, Respekt und Zuversicht, und es gibt nur jene Gegenmittel, für die die Natur selber gesorgt hat, Borkenkäfer, Schwammspinner, und wir sorgen dafür, soweit es un unserer Macht liegt, dass sie in unserem Körper kreisen, wer zu wenig oder zu viel von diesen Substanzen besitzt, geht unter, sehet nicht,
para acechar, wir möchten leben wie ein Heiliger, ein Heiliger kennt nur ein Ziel, die Heiligkeit, er lebt nur für die Heiligkeit und für nichts anderes,

Freitag, 6. Mai 2011

Freitag, 29. April 2011

Donnerstag, 28. April 2011


die ihr Felsen und Bäume bewohnt, Paulus von Theben lebte im dritten Jahrhundert über sechzig Jahre lang als Einsiedler in der ägyptischen Wüste, täglich brachte ihm ein Rabe ein Brot, won’t you, im Alter von 113 Jahren erhielt er den Besuch des 90jährigen Abtes und Eremiten Antonius, den er nicht bewirten konnte, aber auf sein Gebet hin brachte der Rabe diesmal wunderbarerweise zwei Brote, worauf Paulus dann noch gleichen Tages starb und von Antonius und einem den Sand aufschar­renden Löwen begraben wurde, Kronenver­färbung,
der Zustand des Landes, sagte uns ein Gast, sei so schlimm, dass man am besten gar nicht mehr darüber rede, come, das Reden könne alles nur noch verschlimmern, es sei ein sicheres Zeichen dafür, dass uns noch etwas Verstand geblieben sei, see, wenn wir nicht über den Zustand des Landes sprächen, es erstaune ihn geradezu, dass nicht mehr darüber gesprochen werde,

Samstag, 9. April 2011


me, aber die Leute hätten nun offenbar doch eingesehen, dass das Reden nichts mehr nützen würde, sie würden nicht mehr an eine Wende glauben und daher, einem glücklichen anthropologischen Reflex folgend, die Augen vor den Übeln verschliessen, et faciet Dominus exercituum, oder ob wir etwa das Bedürfnis hätten zu reden, er habe manchmal den Verdacht, dass wir die Nerven verlieren und reden könnten, schaut nicht, er wiederhole daher, deutsch und deutlich, Reden schade, Reden würden die Übel nur vergrössern, es könne jeder nur verlieren, wenn geredet werde,

Freitag, 8. April 2011

Mittwoch, 6. April 2011

Kronenvergilbung, jeder Baum hat eine soziale Stellung, Bäume können vorherrschen, herrschen, mitherrschen oder beherrscht oder unterdrückt sein, omnibus populis in monte hoc convivium, wir sprachen über die Liebe und darüber, dass niemand wisse, was Liebe sei, Queen Jane, wir bildeten uns nur ein, dies zu wissen, wir hätten unter den vielen absurden und lächerlichen Vorstellungen, die sich in unseren Köpfen befinden würden, eben auch absurde und lächerliche Vorstellungen über die Liebe,
now when, die Liebe sei womöglich eine Erfindung der Neuzeit, eine Blase in der kochenden Lava der Moderne, all the clowns, eine der vielen Täuschungen, die uns durch das Leben locken und stossen würden, o heilsame Nymphen, die grösste dieser Täuschungen sei die Zweierbeziehung, wenn es nach uns ginge, so würden wir bei genauer Analyse wahrscheinlich Dreier- und Viererbeziehungen oder womöglich ganze Haremswelten bevorzugen,
pinguium convivium, ich kenne eine Frau, deren Stimme vor Aufregung heiser wurde, wenn ich mit einer anderen Frau auch nur ein paar Worte gesprochen habe, that you have commissioned, aber das heisse nicht, dass nicht auch die Zweierbezeihung ihre Qualitäten habe,