Freitag, 6. Juli 2007
leider, dachte er, können wir sie nicht einfangen, binden und befragen, Nachttropfen, an einem Herrn im Ministerium für Ordung und Organisation besticht die Routine und Ueberlegenheit im Umgang mit den vielfältigen Störfaktoren, die bei der Verwirklichung der Projekte auftreten, die er zu begleiten hat, kommen sie selbst, alle Monstruositäten, Widerlichkeiten, Widersetzlichkeiten, Umgehungsmanöver, alle Formen von Unfähigkeit, Inkompetenz, Scheinheiligkeit, Arroganz und Geltungssucht sind hundertfach erlebt, erkannt und klassifiziert,
Donnerstag, 5. Juli 2007
Mittwoch, 4. Juli 2007
canst thou draw out leviathan with an hook, aber was mich irritiert an ihm, ist sein Unvermögen, die Wünsche und Pläne der einfachen, redlichen Menschen zur Kenntnis zu nehmen und gutzuheissen, auf einen fähigen, gutmeinenden Geist zu stossen, der sich nach besten Kräften um Verbesserungen bemüht, dafür ist er nicht vorbereitet, venit hora, wenn ein solcher Fall eintrifft, nimmt er an, dass er jetzt einer ganz besonders durchtriebenen, hinterlistigen Person gegenübersteht und nimmt den für solche Fälle vorgesehenen eisig abweisenden Ton an, bildete doch, von den Menschen abzuscheiden ist, falls es Götter gibt, nichts Schlimmes, denn sie werden dich nicht in Schlechtes verwickeln, wenn sie aber nicht existieren oder sich nicht um Menschliches kümmern, was liegt mir daran, in einer von den Göttern oder der Vorsehung verlassenen Welt zu leben, clarifica Filium tuum,
leider können wir jetzt nicht feststellen, welcher Incubus da neben uns sitzt und wie er heisst, sie haben so schöne Namen, sie lassen sich erfragen, es gibt dazu geeignete Befragungsmethoden, und am Schluss, nach der Befragung, schreitet man zum feierlichen Schuldspruch und rettet die arme Seele, indem man sie verbrennt, bin ich doch entkleidet, à sa bonne reputation, und es war wie ein einziger Schwung, wie ein einziges Bein, und es war in der Haltung all dieser Körper, nein, dieses einen Körpers eine so krampfhafte Anspannung, dass die Bewegung zu erstarren schien, on en perd toute joie, your brain, wie die Gesichter schon erstarrt waren, dass die ganze Truppe ebensosehr den Eindruck der Leblosigkeit wie der äussersten Belebtheit machte, doch ich hatte nicht Zeit, genauer, ich hatte keinen freien Seelenraum mehr in mir, das Rätsel dieser Truppe zu lösen, denn sie bildete nur den Hintergrund für die eine Gestalt, von der sie, von der ich beherrscht wurde,
wo entginge man ihm, jenem verhängten Blick, von dem man eine tiefe Traurigkeit mit fortträgt, jenem zurückgewendeten Blick des Missgeborenen von Anbeginn, der es verrät, wie ein solcher Mensch zu sich selber spricht, jenem Blick, der ein Seufzer ist, möchte ich irgend jemand anderes sein, so seufzt dieser Blick, aber da ist keine Hoffnung, ich bin, der ich bin, wie käme ich von mir selber los, und doch habe ich mich satt, für den Tambour, hab ich doch die Füsse gewaschen, your legs, auf solchem Boden der Selbstverachtung, einem eigentlichen Sumpfboden, wächst jedes Unkraut, jedes Giftgewächs, und alles so klein, so versteckt, so unehrlich, so süsslich, hier wimmeln die Würmer der Rach- und Nachgefühle, hier stinkt die Luft nach Heimlichkeiten und Uneingeständlichkeiten, hier spinnt sich beständig das Netz der bösartigsten Verschwörung, or his tongue with a cord which thou lettest down, dies ist ein Trainings- und Trostbuch für den Weltuntergang, ein Dichter, dass wir Training und Trost brauchen, möchte ich nicht bestreiten,
aber warum sollen wir für den Weltuntergang trainieren, ut Filius tuus clarificet te, ich weiss es auch nicht genau, ich sagte es einfach so, el es la cabeza de los caminos de Dios, du meinst wohl, dass der Weltuntergang eine sehr harte, schwere Prüfung darstellt, die nur Trainierte gut bewältigen, auch mich, ja, so ungefähr meine ich es, des Glücks, soll ich sie wieder besudeln, und des Tags, der Voranmarschierende hatte mit weit abgespreizten Fingern die Linke in die Hüfte gepresst, vielmehr er hatte den Körper gleichgewichtsuchend in die stützende Linke gebogen, während der rechte Arm mit dem Tabourstab hoch in die Luft stiess und die Stiefelspitze des geschwungenen Beines dem Stab nachzulangen schien, can't seem to stand,
Montag, 2. Juli 2007
hier spinnt sich beständig das Netz der bösartigsten Verschwörung, der Verschwörung der Leidenden gegen die Wohlgeratenen und Siegreichen, hier wird der Aspekt des Siegreichen gehasst, und welche Verlogenheit, um diesen Hass nicht als Hass einzugestehen, welcher Aufwand an grossen Worten und Attitüden, welche Kunst der rechtschaffnen Verleumdung,
on peut le voir, et le sentir, diese Missratenen, welche edle Beredsamkeit entströmt ihren Lippen, wieviel zuckrige, schleimige, demütige Ergebung schwimmt in ihren Augen, was wollen sie eigentlich, sentir, die Gerechtigkeit, die Liebe, die Weisheit, die Ueberlegenheit wenigstens darstellen, das ist der Ehrgeiz dieser Untersten, dieser Kranken, et le sentir, nous voulons le voir, und wie geschickt macht ein solcher Ehrgeiz, nous voulons le sentir, man bewundere namentlich die Falschmünzer-Geschicklichkeit, mit der hier das Gepräge der Tugend, selbst der Klingklang, der Goldklang der Tugend nachgemacht wird, sie haben die Tugend jetzt ganz und gar für sich in Pacht genommen, diese Schwachen und Heillos-Krankhaften, daran ist kein Zweifel,
wir sind allein die Guten, die Gerechten, so sprechen sie, wir allein sind die homines bonae voluntatis, sie wandeln unter uns herum als leibhafte Vorwürfe, als Warnungen an uns, wie als ob Gesundheit, Wohlgeratenheit, Stärke, Stolz, Machtgefühl an sich schon lasterhafte Dinge seien, für die man einst büssen, bitter büssen müsse, et nous le voyons, et nous le sentons, o wie sie im Grunde dazu selbst bereit sind, büssen zu machen, wie sie darnach dürsten, Henker sein, da reichte mein Freund mit der Hand durchs Schalter, unter ihnen gibt es in Fülle die zu Richtern verkleideten Rachsüchtigen, welche beständig das Wort Gerechtigkeit wie einen giftigen Speichel im Munde tragen, immer gespitzten Mundes, immer bereit, alles anzuspeien, was nicht unzufrieden blickt und guten Muts seine Strasse zieht,
Sonntag, 1. Juli 2007
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