Dienstag, 13. November 2007
Montag, 12. November 2007
wir sehen, wie ein Fixer einer jungen Frau in die Achselhöhle spritzt, sie steht, schwer atmend, an eine Mauer gelehnt, den einen Arm hoch erhoben, die Augen geschlossen, sie stöhnt vor Schmerz, ihr Gesicht ist nah, direkt vor uns, wir schauen in dieses noch schöne, feine Gesicht, in welchem die Sucht sich nur andeutungsweise bemerkbar macht, geachtet, aus dem Wohlstand, sie hält den Atem an, bläst die Backen auf, ist aber, nach erfolgreicher Injektion, sofort erleichtert und lacht sogar über den Umstand, dass sie irgendeine Stütze oder ein Kissen vergessen hat, die das Spritzen erleichtert und weniger schmerzhaft gestaltet hätte, du stiessest mich aus dem Wohlstand, auf was es nicht alles ankommt im Leben, wer nicht aufpasst und Dinge vergisst, die wichtig sind, muss eben die Konsequenzen tragen, geachtet, aus dem Wohlstand, und so hat es eben jetzt sehr wehgetan, in der Stadt, die Dienstleistungsgesellschaft muss sich selber rechtfertigen und erhalten, sie darf daher die Probleme nicht lösen, sondern muss einen möglichst idealen Schwebezustand erreichen, in dem sie ebensoviel Negatives wie Positives produziert, was Glück ist, mit anderen Worten, das Bildungssystem ist, zusammen mit allen anderen Systemen, in grossem Stil an Dummen interessiert, die Dummen sind immer die Ausbeutbarsten, Folgsamsten, das Gesundheitssystem benötigt Kranke, das Justizsystem Verbrecher und der Sozialstaat mit seinem wuchernden Betreuungssystem Arme, Süchtige, psychisch Angeschlagene und Labile, kein rechter Bürger,
vergass ich, wenn man mit grossem Aufwand versucht, das Angebot an Dienstleistungen auszubauen und breiten Schichten zugänglich zu machen, ist es mehr als nur wahrscheinlich, dass unter diesen Umständen die Qualität der Leistungen sinkt, aber ist, wem nicht, der Dienstleistungsstaat ist genau so wie irgendein Strümpfefabrikant oder Softwarehersteller nicht daran interessiert, qualitativ einwandfreie Leistungen zu erbringen, weil er sich sonst seine Erwerbsmöglichkeiten einschränkt, sich erhellen, er hat deshalb die Dummen gern, der fördert die Dummen ebenso wie die wenigen Klugen, deren er bedarf, Guedé Toujours Disponible, und er liebt Einrichtungen, Gegenstände, Tätigkeiten, die zur allgemeinen Verdummung und Verblödung beitragen, das Gute, ja, Gutes,
warum muss es überhaupt noch Kluge geben, es muss Kluge geben, weil diese Klugen für gewisse Bereiche, die lebenswichtig sind und funktionieren müssen, benötigt werden, wir denken an die Verkehrssysteme, insbesondere den Flugverkehr, der die Dummen zu ihren Verdummungsorten hinbringen muss, nec scit eum, wir denken an die Energieversorgung, die Kernkraftwerke, die Staumauern, wir sind im übrigen auch froh, wenn die Häuser, die wir betreten, nicht einstürzen und ein Aufenthalt im Spital überlebt werden kann, sich verbindet,
Sonntag, 11. November 2007
Samstag, 10. November 2007
Hollis Brown, die Infrastrukturen müssen einigermassen funktionieren, aber im gesellschaftlichen und politischen Bereich, da darf ruhig der Teufel los sein, Gutes erhoffte ich, der Hinduismus kennt eine Abfolge von Stadien oder ashramas, an deren Beginn der unter der Anleitung eines guru lehrende Schüler steht, worauf das Stadium des tätigen, weltzugewandten Hausvaters folgt, dann der allmähliche Rückzug aus dieser Welt und schliesslich die völlige Hingabe an spirituelle Versenkung, um tollkühnen Handelns willen, he lived, Menschheit bedeutet uns nichts, sagten wir, Guedé Sans Cérémonies, mit dieser Menschheit sind wir fertig, auch wenn uns unsere Menschennatur zwingt, uns zu ereifern, wenn den Mitgliedern dieses Vereins unliebsame Abenteuer zustossen, noch immer regen wir uns reflexartig auf, wenn sie mit den Schlauchbooten verunfallen, wenn sie in Autos verbrennen, wenn sie aus ihrer Heimat vertrieben und in Lager gesteckt werden, vos autem cognoscitis eum, wenn ihre Häuser weggeschwemmt werden, wenn sie nur noch 800 Kalorien pro Tag erhalten, weil man nicht mehr verteilen kann, wenn die Unterwelt von ihnen Schutzgelder fordert,
sicherlich, im allgemeinen ist die Evolution nicht allzu grosszügig, zum Beispiel wird die Evolution keine Geschöpfe entwickeln, deren Laufgeschwindigkeit weitaus grösser ist als die, welche nötig ist, um ihren Verfolgern zu entkommen, ihre Beute zu machen oder ein anderes ebenso strikt utilitaristisches Ziel zu verfolgen, aber, meine Lieben, und jetzt wird es interessant, und beruhigen,
die Intelligenz und ihr Wirken bilden wegen ihrer Eigenart, aufgrund ihrer autokatalytischen Natur, eine deutliche Ausnahme zu dieser allgemeinen Regel, wie bei vielen physischen Artefakten liegt es bei kognitiven Artefakten in der Natur der Sache, dass eines das andere ergibt, wenn man einmal aufgrund von Berechnung oder Informationsverarbeitung etwas tun kann, kann man im Prinzip auch viel damit machen, quia apud vos manebit et in vobis erit, viel damit machen, hören Sie bitte gut zu, sein brausend Blut, hat die Evolution der Intelligenz einmal die Tür einen Spalt breit geöffnet, bemächtigt sie sich gleich des ganzen Hauses, wenn das Biodesign den Weg der Intelligenz nimmt, um einem Geschöpf einen Evolutionsvorteil zu sichern, gerät es auf eine abschüssige Bahn,
Guedé La Langue, die Intelligenz wird selbst Ansporn zu weiterer Entwicklung, einfach weil Intelligenz entwicklungsmässig alles in allem ihre eigene Energiequelle ist, non relinquam vos orfanos, man erwäge, was dies für die kulturelle und technische Evolution bedeutet, diese hat uns immer wieder auf völlig neue Ebenen geführt und unsere Lebensformen so revolutionär umgestaltet, dass vieles, das uns umgibt, schon unseren Vorfahren, die vor hundert Jahren lebten, wie Zauberei vorkäme, Guedé Pourquoi,
die kulturelle und technische Evolution hat allerdings nicht zu den Selektionsvorteilen geführt, die eigentlich zu erwarten gewesen wären, der Mensch erscheint uns so in der Rolle eines Zauberlehrlings, der die Instrumente, die er geschaffen hat, nicht mehr beherrscht, und von allem dem schwebt ein Erinnern, anstelle der Selektion ist ein chaotischer und leider etwas grauenvoller Prozess getreten, in welchem es immer wieder neue Gewinner und neue Verlierer gibt, Guedé Cela Sent, die Geschichte der Waffen sei noch nicht abgeschlossen, sondern stehe erst am Anfang, sagte der Chef der Chefs, es würden zwar weiterhin keine Zivilisationen auftreten, die alle anderen ausrotten würden, das gehe nicht, das habe die Geschichte bewiesen, aber es würden einzelne Cliquen kommen,
Mittwoch, 7. November 2007
Fanatiker, Spinner, vielleicht aber auch kleine Eliten einer alten und ehrwürdigen Zivilisation, die das letzte Wort in dieser Angelegenheit sprechen würden, Guedé Vraiment Fort, gewiss keine Politiker, er denke eher an einen Kreis von Wissenschaftern oder Armeeangehörigen oder an irgeneinen alten Adel, dem neue Waffen in die Hände geraten könnten, vielleicht sogar durch Zufall, wenn es dieser Zufall wolle, so würden wir alle Opfer einer japanischen Sekte oder eines islamischen Kleinstaates oder Opfer verrückter amerikanischer Wissenschafter, er stelle sich hie und da einen Menschen vor, der im Namen der Zukunft einer besseren Menschheit, zu welcher er den Schlüssel gefunden hat, das bisherige unvollkommene Menschenwesen mittels einer genialen Erfindung zum Verschwinden bringen möchte, veniam ad vos,
Abonnieren
Posts (Atom)



