Dienstag, 20. Januar 2009

Montag, 19. Januar 2009

Hilarien folgte der wirklich verworrene Jüngling, Wilhelmen zog die mehr besonnene Freundin hinter beiden drein, und als sie nun alle viere im hohen Mondschein sich gegenüberstanden, der ewige Teil der Seele nährt sich vom Hunger, es gibt vortreffliche Menschen, die nichts aus dem Stegreife, nichts obenhin zu tun vermögen, sondern deren Natur es verlangt, ihre jedesmaligen Gegenstände mit Ruhe tief zu durchdringen, Fragebögen, solche Talente machen uns oft ungeduldig, indem man selten von ihnen erlangt, was man augenblicklich wünscht, allein auf diesem Wege wird das Höchste geleistet, sind gleich die Haare weiss,
Kontrollgruppen, Abweichungen, Wunschkandidaten, Jubelfeiern, doch wirst du lieben, allein auf diesem Wege wird das Höchste geleistet, wiederholte er, das Höchste, nährt sich vom Hunger, zwischen den Gebürgen, man sagt von den Blättern eines Baumes, dass deren kaum zwei vollkommen gleich befunden werden, und so möchten sich auch unter tausend Menschen kaum zwei finden, die in ihrer Gesinnungs- und Denkungsweise vollkommen harmonieren, sucht ich ihn, ich sehe nicht ab, was man mit dem europäischen Arbeiter machen will, wen soll ich diesmal, er befindet sich viel zu gut, um nicht jetzt Schritt für Schritt mehr zu fordern, unbescheidener zu fordern, er hat zuletzt die Zahl für sich, mit schmeichelnder Werbung, die Hoffnung ist vollkommen vorüber, dass hier eine bescheidene und selbstgenügsame Art Mensch, ein Sklaventhum im gemildertsten Sinne des Wortes, kurz ein Stand, etwas, das Unwandelbarkeit hat, sich herausbilde,

Mittwoch, 14. Januar 2009

deiner Liebe gewinnen, die Conception der Welt, Sappho, auf welche man auf dem Hintergrunde dieses Buches stösst, ist absonderlich düster und unangenehm, unter den bisher bekanntgewordenen Typen des Pessimismus scheint keiner diesen Grad von Bösartigkeit erreicht zu haben, wer tut dir etwas zuleide, hier fehlt der Gegensatz einer wahren und scheinbaren Welt, es giebt nur Eine Welt, und diese ist falsch, grausam, widersprüchlich, verführerisch, ohne Sinn, den meine Seele liebt, eine so beschaffene Welt ist die wahre Welt,

Donnerstag, 8. Januar 2009

Krisenstäbe, Gewinnbeteiligungen, wir haben die Lüge nöthig, um über diese Realität, diese Wahrheit zum Sieg zu kommen, das heisst, um zu leben, Leserschwund, dass die Lüge nöthig ist, um zu leben, das gehört selbst noch mit zu diesem furchtbaren und fragwürdigen Charakter des Daseins, sucht ihn, aber fand ihn nicht, die Metaphysik, die Moral, die Religion, die Wissenschaft, sie werden in diesem Buche nur als verschiedene Formen der Lüge in Betracht gezogen, mit ihrer Hilfe wird ans Leben geglaubt, Sanierungen,

Dienstag, 6. Januar 2009

Unregelmässigkeiten, das Leben soll Vertrauen einflössen, die Aufgabe, so gestellt, ist ungeheuer, um sie zu lösen, muss der Mensch von Natur schon ein Lügner sein, er muss mehr als alles Andere noch Künstler sein, und er ist es auch, Ungleichbehandlungen, Metaphysik, Moral, Religion, Wissenschaft, alles nur Ausgeburten seines Willens zur Kunst, zur Lüge, zur Flucht vor der Wahrheit, zur Verneinung der Wahrheit, dies Vermögen selbst, dank dem er die Realität durch die Lüge vergewaltigt, dieses Künstler-Vermögen par excellence des Menschen, er hat es noch mit Allem, was ist, gemein, aufstehen will ich, er selbst ist ja ein Stück Wirklichkeit, Wahrheit, Natur, er selbst ist auch ein Stück Genie der Lüge, und umgehen in der Stadt, dass der Charakter des Daseins verkannt wird, auf den Märkten und Strassen,

Sonntag, 4. Januar 2009

tiefste und höchste Geheim-Absicht der Wissenschaft, Frömmigkeit, Künstlerschaft, vieles niemals sehn, vieles falsch sehn, vieles hinzusehn, vieles, vieles, cómo de amor estoy enferma, oh wie klug man noch ist, in Zuständen, wo man am fernsten davon ist, sich für klug zu halten, suchen, die Liebe, die Begeisterung, Gott, lauter Feinheiten des letzten Selbstbetrugs, lauter Verführungen zum Leben, suchen, suchen, in Augenblicken, wo der Mensch zum Betrogenen wird, wo er wieder ans Leben glaubt, wo er sich überlistet hat, suchen, oh wie schwillt es da in ihm auf, welches Entzücken, welches Gefühl der Macht, wie viel Künstler-Triumph im Gefühl der Macht, suchen, den meine Seele liebt, der Mensch ward wieder einmal Herr über den Stoff,  Herr über die Wahrheit, Personalkosten, Abschaltungen, Teufelskreise, und wann immer der Mensch sich freut, er ist immer der Gleiche in seiner Freude, er freut sich als Künstler, er geniesst sich als Macht,
ich sucht ihn, die Lüge ist die Macht, aber fand ihn nicht, die Kunst und nichts als die Kunst, sie ist die grosse Ermöglicherin des Lebens, die grosse Verführerin zum Leben, das grosse Stimulans zum Leben, bald folgt deinen Spuren,
was mich betrifft, so bin ich seit über dreitausend Jahren der Meinung, dass man dieser sogenannten Geistesentwicklung hätte Grenzen setzen sollen, die jetzt dich noch meidet, man hätte diesen Geist ohne weiteres in seinen niederen Formen kultivieren können, dieser Geist kann auch in niederen Formen geschätzt und repektiert werden, wenn man die niederen Formen nicht repektiert, wird man schliesslich auch gegen die höheren Formen gleichgültig werden, und soweit sind wir ja vielleicht schon, auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen,

Samstag, 3. Januar 2009

qualis est, wir haben auf dieser Erde Gedanken zugelassen, die wir gar nicht erst hätten entstehen lassen sollen, Wachstumspotentiale, sehen Sie nur diesen einen Superphilosophen mit dem, was er Weisheit für Übermorgen nennt, für diesen Menschen ist das Leben Lüge,





die Kunst Lüge, die Religion Lüge, die Liebe ein Selbstbetrug, Gott ein Selbstbetrug, Gott, mein Lieber, setzt er in Anführungszeichen, uns also in Anfüh­rungs­zeichen,
mich trafen, Gaben bringt dir, das ist doch wohl der abgründigste Irrtum, dem die Menschen haben verfallen können, das hätten wir doch wohl nicht zulassen dürfen, die umgehenden Hüter, Werkschutz, Gaben, aber bitte, es hat sich nun einmal so ergeben, man muss sich damit abfinden, der Schaden hält sich ja in Grenzen, diese schönen Ideen stecken bisher nur in einzelnen verwirrten Köpfen,