Samstag, 7. März 2009

schön dein Antlitz,

Freitag, 6. März 2009

schön dein Antlitz,
das Leben würde aus langen, unerfüllten Wartezeiten bestehen, in die dann plötzlich die Katastrophe hereinbreche, in welcher dann eben Geist gefragt sei, meinen Ruf vernahmst, und nicht jeder sei diesen Momenten gewachsen, was ihn betreffe, so müsse er gestehen, dass er nur sehr beschränkt diese sich bietenden Chancen zu ergreifen imstande sei, das sei konstitutionell bedingt, und mein Flehn erhörtest, fahet uns,
er sei kein Wesen, das von der Natur her unbedingt zur Fortpflanzung bestimmt sei, er sei eher bestimmt dazu, im grossen Pool der Nutzlosen seinen Weg zu gehen, il Signore ha fatto tutto, im grossen und schwer erklärbaren Pool der Unbrauchbaren, einer wie er dürfe nicht zu viele Gelegenheiten erhalten, seine Gene weiterzugeben, man könne daher von ihm nicht erwarten, geistreich zu sein, fahet uns die Füchse, zur besten aller Welten gehören stabile Regelkreise, die seinen Geist in seinen Bahnen halten, die für alles sorgen, was er benötigt, und du liessest,
und ein Geist, wie er ihn hat, benötigt eben Enge, benötigt Langeweile. benötigt sehr viel Schwachsinn, benötigt Unerträglichkeiten, die kleinen Füchse, und winzig kleine Sehnsüchte, dies alles ist Nahrung für ihn, genau die richtige Nahrung, dies alles hält ihn auf Trab, in genau diesem fürcherlichen täglichen Trott, das Haus des Vaters, ich war immer des Glaubens, dass diese Art von geregelter, milder und friedsamer Knechtschaft, deren Bild ich eben gezeichnet habe, sich mit einigen der äusseren Formen der Freiheit meist besser, als man denkt, verbinden liesse, und dass es ihr sogar nicht unmöglich wäre, sich im Schatten der Volkssouveränität einzunisten,
und das schreiben wir, unsere Zeitgenossen werden immerfort durch zwei feindliche Leidenschaften bedrängt, sie haben das Bedürfnis, geführt zu werden, und das Verlangen, freizubleiben, da sie weder den einen noch den andern dieser entgegengesetzten Triebe ausrotten können, trachten sie beide zu gleicher Zeit zu befriedigen, sie denken sich eine einzige, schützende, allmächtige Macht aus, die jedoch von den Bürgern gewählt wird, deinem Winke sich fügt, sie verquicken die Zentralisierung und die Volkssouveränität, das verschafft ihnen eine gewisse Erleichterung, sie nehmen die Bevormundung hin, indem sie sich sagen, dass sie ihre Vormünder selber ausgewählt haben, jeder duldet, dass man ihn fessle, weil er sieht, dass weder ein Mann noch eine Klasse, sondern das Volk selbst das Ende der Kette in der Hand hält, per un fine, bei dieser Ordnung der Dinge treten die Bürger einen Augenblick aus ihrer Abhängigkeit heraus, um ihren Herrn zu bezeichnen, und kehren wieder in sie zurück, an deinem Lächeln sich freuet,

Mittwoch, 4. März 2009

Samstag, 28. Februar 2009

die Abhängigkeit in den kleinen Dingen des Lebens zeigt sich jeden Tag und wird allen Bürgern unterschiedslos fühlbar, sie bringt sie nicht zur Verzweiflung, aber sie ärgert sie fortwährend und verleidet ihnen die Betätigung ihres Willens, sie löscht sie geistig allmählich aus und zermürbt sie seelisch, wogegen der Gehorsam, der nur für eine kleine Zahl sehr ernster, jedoch äusserst seltener Anlässe geschuldet wird, die Knechtschaft nur ab und zu sichtbar macht und bloss auf bestimmten Menschen lastet,
damit unsere Freude, vergeblich gibt man diesen gleichen Bürgern, die man derart von der Zentralgewalt abhängig werden liess, den Auftrag, von Zeit zu Zeit die Vertreter dieser Gewalt zu wählen, diese so notwendige, aber so kurze und so seltene Betätigung ihres freien Willens verhindert nicht, dass sie die Fähigkeit des selbständigen Denkens, Fühlens und Handelns nach und nach einbüssen und dass sie dergestalt Schritt für Schritt unter die Stufe des Menschentums herabsinken, anche l'empio per il giorno della sventura, in der Tat ist es schwer, sich auszudenken, wie es Menschen, die auf die Gewohnheit eigener Lenkung völlig verzichtet haben, gelingen könnte, diejenigen richtig auszuwählen, die sie führen sollen, manus illius, und man wird uns nicht glauben machen, dass eine freiheitliche, tatkräftige und weise Regierung jemals aus den Wahlen eines Volkes von Knechten hervorgehen kann, und am Platze sich nur,
küss die hübschen Füsschen des Kindleins Jesu, das in der Krippe liegt, nimm es auf und halte es in deinen Armen, universa propter semet ipsum operatus est Dominus, betrachte sein Gesicht mit Andacht, küss ihn ehrerbietig und werde von ihm verzückt,  voll­kommen sei, küss ihn, werde verzückt, guttur illius suavissimum,
das Sammeln von Gedanken ist wie das Sammeln von Steinen, sagten wir zu unseren Steinen, es ist ein Sammeln von Dingen, deren wahre Bedeutung wir nicht kennen, den du bestimmtest, manchmal ist es, als ob uns die Steine etwas sagen wollten, als ob sie uns zeigen wollten, woher sie kommen, als ob sie uns ihre Geheimnisse mitteilen wollten, das Geheimnis der Zeit und andere, noch grössere Geheimnisse, die Geheimnisse der Verwandlung in Stein, die Geheimnisse der Verlebendigung, wir sind Brüder, will uns der Stein sagen, verglichen mit dem wahrhaft Lebendigen seid ihr so Stein, wie ich Stein bin, gefällt, und wenn man sich die Kirchenfürsten mit Geld kaufen könne, solle man es ja tun, er stehe auch auf dem Standpunkt, dass man jeden Kirchenfürsten, der sein Leben geniessen wolle, um Gottes willen nicht stören solle, impium quoque ad diem malum,

Mittwoch, 25. Februar 2009