Donnerstag, 24. März 2011

man ist nicht allein, es gibt noch andere Wesen, sie sind von unserer Art, von unserer hinterlistigen, gefährlichen Art, man muss aufpassen, wenn man mit ihnen zusammentrifft, schaffet dem Traurigen Trost, man kann mit ihnen auskommen, wenn man sich keine Blösse gibt, wenn man energisch genug auftritt, dann ziehen sie vorbei und tun so, als würden sie sich nicht für uns interessieren,

Samstag, 12. März 2011

manchmal kommen auch grössere Scharen, gesunde, kräftige Wesen, wir tun dann unser Möglichstes, um ihnen aus dem Weg zu gehen, und die Stärksten der Gruppe tragen schreckliche Masken und Kopfbedeckungen, sie sind bemalt, stossen Schreie aus, und tragen gefährliche Waffen, wie wir sie nie zuvor sahen, faciem vinculi conligati, wir wissen nicht, ob es Menschen sind oder höhere Wesen, Geister, Dämonen, und wir glauben an Gespenster, die Alten erzählen uns an den Abenden Geschichten von ihnen, Begegnungen, die nicht gut ausgingen,

schaut nicht, manchmal erscheinen auch Wesen, die nicht von unserer Art zu sein scheinen, diese Wesen sind kleiner als wir es sind, dunkler, schwächer, man kann sich nicht mit ihnen verständigen, und sie können uns nicht gefährlich werden, wir treten ihnen in den Weg und schicken sie weiter, aber weit, denken wir, werden sie wohl nicht kommen, sie sind krank und am Verhungern, was wahr ist, wir sind zehn Höhlenbewohner, und wir möchten nicht mehr sein, Insekten, Insektenfrass,

Freitag, 11. März 2011


wenn wir mehr wären, gäbe es gewiss nicht genug zu essen, und möglicherweise würden wir uns auch streiten um die warmen Plätze am Feuer, jetzt ist es klar, wer wo sitzt und schläft, glücklicherweise, in anderen Höhlen ist dies nicht so klar, es gibt, wie wir vernehmen, reichlich Grund zu Streit, super omnes populos, es ist dort eigentlich immer Streit, wir aber verstehen uns gut, arbeiten gut zusammen, oder wir tun wenigstens so, als ob wir gut zusammenarbeiten würden,

wir haben keine andere Wahl, wenn wir uneinig wären, könnte uns eine andere Gruppe unsere Höhle streitig machen, seit mehreren Sommern ist es diesbezüglich zu keinen Auseinandersetzungen mehr gekommen, man respektiert uns, dem Zweifelhaften Belehrung, aber noch vor fünf Sommern hat es längere Kämpfe gegeben, vor fünf Sommern erst zogen wir ja in diese bequeme Höhle ein, wir hatten es vorher viel schlechter, und jetzt, seitdem wir in ihren Besitz gelangt sind, man frage nicht wie, sind wir glücklich, und wir wollen das, was wir erreicht haben, klugerweise nicht unnötig gefährden, Pilzbefall,

die Taxatoren verwenden bei der Kronenverlichtungs­schätzung jedes Baumes ein Kronenbilderbuch, und ihr individueller Schätzmassstab wird vor Beginn der Aufnahmen durch einen Urmeter der Kronenschätzung neu geeicht, Baumzustand, auch nicht ohne sittliche Nachwirkung war eine solche ästhetische Ausbildung geblieben, denn einen magischen Eindruck auf ein reines Gemüt bewirkt das Gewahrwerden der innigsten Dankbarkeit gegen irgend jemand, dem wir entscheidende Belehrung schuldig sind,  Merkmalserfassung,

Freitag, 4. März 2011

so sassen sie nebeneinander, man hätte nicht unterscheiden können, wer hastiger Kunstvorteile zu überliefern, oder sie zu ergreifen und auszuüben gewesen wäre, der glücklichste Wettstreit, wie er sich selten zwischen Schüler und Meister entzündet, tat sich hervor, Walderhebungsprogramm, manchmal schien der Freund auf ihr Blatt mit einem entscheidenden Zuge einwirken zu wollen, sie aber, sanft ablehnend, eilte gleich das Gewünschte, das Notwendige zu tun und immer zu seinem Erstaunen, Waldzustandsinventur,

Mittwoch, 2. März 2011

Montag, 28. Februar 2011

was ist weiter vom Wald zu erwarten, neben den Gespenstern, neben den Geistern der Verstorbenen, es kommen Verlockungen aus dem Wald, vor kurzem trieb sich ein Einzelgänger tagelang in der Nähe herum und winkte unseren Frauen, es war ein schöner, kräftiger Kerl, wir lachten zuerst, schrien, dass er verwinden solle, drohten sodann und schlugen mit einem Pfahl gegen die Felswand, bis er sich schliesslich nicht mehr zu zeigen wagte, et telam, ich glaube nicht, dass eine unserer Frauen weggehen würde, dafür haben sie es zu schön,
es kommt aber vor, dass Frauen weggehen, wenn sie annehmen, dass sie es an anderen Orten besser hätten, gehen sie manchmal weg, so falsch ist dies ja nicht, denn manchmal geht es uns ja wirklich miserabel, so schlecht, dass es die Frauen nicht mehr aushalten und weglaufen, es ist ihnen dann ganz gleich mit wem, weichet ab vom Pfad, manchmal tauchen auch Frauen auf, die verstohlen winken und schnalzende Geräusche machen, z-z-z, pfffhh, z-z-z, sie sind sehr vorsichtig und zeigen sich nur von weitem,

won’t you come see me, weil sie wissen, dass unsere Weibchen sehr böse werden und sie sofort verfolgen und mit Steinen bewerfen, wenn sie sie entdecken, won’t you come see me,