Freitag, 30. November 2007

Donnerstag, 29. November 2007

sie wachsen immer in einfachen Verhältnissen auf, am Beispiel der Eltern und Geschwister lernen sie Gottesfurcht, Arbeitsamkeit, Pflichtbewusstsein und Fleiss, aber auch Dankbarkeit und Fröhlichkeit, das den Nacken umschliessende Joch, die nötigen Grundregeln für ein geordnetes Leben werden ihnen vermittelt, kaum auf dem Beinen, sehen sie alles auf dem väterlichen Bergbauernhof an und legen bald selber wacker Hand an, und so geht es ein Leben lang weiter, wacker, gwerchig, gwerchig müssen sie sein, denn auf sie wartet überall ein gerütteltes Mass an Arbeit, auch wenn, und auch, dem Gatten sind sie eine umsichtige, liebevolle Partnerin, den Kindern eine liebevolle Mutter, das Herz und der ruhende Pol sind sie, Blumenfreundinnen,
ich flehte, und die Künstler sind manchmal Fremdlinge und Sterne, sie erhalten die Kunst, den unermüdlichen Bergstier, die Evolution führt nicht notwendig zum Besseren, sagen uns die Biologen, unser Wertempfinden sagt nichts aus über den Wert eines Lebewesens, solche Werte kann es doch wohl gar nicht geben, oder hat die Evolution, indem sie nicht nur Würmer und Schnecken, sondern eben auch Hunde und Affen hervorgebracht hat, zu etwas Besserem geführt, alii dicebant angelus ei locutus est, die Natur legt keinen grossen Wert auf Komplexität, wenn Komplexität nicht benötigt wird, so stört sie und wird abgebaut, nehmen Sie nur den Sackkrebs, kennen Sie den Sackkrebs, glich jenen, in der Natur geht es in erster Linie ums Ueberleben, wie dieses Ueberleben erzielt wird, ist lediglich eine Frage der Methode, die wir bewerten können, wie wir wollen, die aber für ein Tier gut ist, wenn sie eben dieses Ueberleben gewährleistet, und wenn sich die parasitäre Lebensweise im Falle einer Spezies bewährt, dann ist das für die betreffende Spezies auch gut, gleich was wir dabei empfinden, ego lux, es geht um den Fortpflanzungserfolg, ob diesem dann jeweils ein kompliziertes Balzverhalten vorausgeht oder ob ein Tier nur auf einen Fress- und Geschlechtsapparat reduziert wird, der zu keinem komplexen Verhalten fähig ist, das mag gleichgültig sein, Wonnestunden, die meisten Menschen verfolgen, wie andere Spezies auch, ein Kurzzeitinteresse, eine Evolution freilich, in der jedes Individuum primär sich selbst und seine unmittelbaren Nachkommen durchbringen möchte, fördert nur dieses Interesse und nicht grossartige Zukunftsentwürfe,
ego lux, das Verfolgen von Langzeit-Interessen, ein Langzeit-Ethos, ist nicht Teil unserer biologischen Ausstattung, da er dankbar, gewaltige, schimmernde Waffen haben die Götter ihnen gereicht, und mit diesen Gaben reisen sie um die Welt und versuchen den Erdkreis ins Lot zu bringen, aber am Ende ihres Lebens sehen sie, dass sie nichts erreicht haben, ihr Leben haben sie vertan, und rief, Homer und Aeschylos haben zuletzt in Melancholie gelebt, auch die Sprache, wir stehen am Fluss und warten auf die Ueberfahrt, wir rufen, wer wird uns fahren, wir rufen wieder, ob man uns gehört hat, am anderen Ufer bewegt sich nichts, ich flehte und rief, und windschnelles,
es muss ein Fehler passiert sein, ich hatte mich doch für Jimi Hendrix entschieden, ich wollte Jimi Hendrix sein und ich habe einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen, aber was bin ich jetzt, ein ganz gewöhnlicher kleiner unbedeutender Mensch, eines dieser unsäglichen geplagten und immer unglücklichen Schreckbilder,
er verschloss meiner Bitte den Weg, aus dem Umstand, dass ich mich bin und nicht einer der Grossen, kann man ableiten, dass die Cyberspace-Theorie nicht haltbar ist, Denken und den Trieb, die Frage, was mit den Hähnchen geschieht, bringt ihn in Verlegenheit, wir bringen sie weg, sagt er, er hat mir, Städte, drei, vier pro Sekunde, fünfzigtausend pro Tag, allein, zu zweit, zu dritt, geht ihr weg, die Hähnchen können wir natürlich nicht brauchen, sie legen ja keine Eier, niemand hat Verwendung für sie, die Wege, zu ordnen, aber ein paar Minuten sind wir da, begleiten euch, mit etwas Gesang, stirb Kind, stirb, Liebes, auch du, mit Quadern vermauert, es ist nichts dabei, nie wirst du von den Eisenstangen hören, die man schwingt, brachte er, und Käfer, gepanzerte, setzen in der Mitte der Nacht, in Hotelzimmern, Gäste in Erstaunen, dichtet, dichtet, singt, die Pfade,

Dienstag, 27. November 2007

Sonntag, 25. November 2007

wir sind mit dem Landwirtschaftsministerium einig geworden, wie man euch, ihr gelben, schon aufgeregten Federbällchen am leichtesten wieder dorthin bringt, woher ihr gekommen seid, sich bei, gekrümmt, wir bringen euch weg, vorerst dürft ihr ein wenig fahren, eine kleine Gondelfahrt, langsam, es soll nicht beschwerlich sein, keinesfalls Tierquälerei, die Zeit reicht aus, manche dürfen etwas staunen, manche etwas begreifen, aber nicht zuviel, und unwirtlicher, er war mir, ein wenig nur, vielleicht am Ende der Fahrt ist etwas Unruhe angebracht, es gibt dort einen kleinen Stau, ein Loch, einen Trichter, Fröste, wie ein lauernder Bär, und sie fahren und fahren, die Lieben, angenehm schnell, leicht noch angesaugt, zum Ort der tausend Umdrehungen, sie müssen niemals fragen, wie es weitergehen soll, nicht wünschen, dass das alles aufhört,

unter freiem Himmel, es hört ja auf, und an den Ort eures Untergangs fliegen keine Regierungschefs, keine Uniformierten sind daran beteiligt, keine Behelmten, und keine Unbekannten legen Feuer an Vorhängen und Schränken, niemand rückt mit Schützenpanzern vor, ein kleines Fährtlein, kein Grund zur Unruhe, ein Löwe, und, so wie ihr fahrt, fahren die Grossen, die Pharaonen auf dem Nil, so ernst, so ruhig, wie die grossen Dichter dichten, sammelt sich, fragen wir, neben der weisslichen Masse im Trog, auch Schuld an, ist Töten böse, und fällt, wenn das Mass voll ist, eine Himmelsmacht das Urteil, im Versteck, die Photos der Machthaber bleiben euch erspart, nicht seht ihr sie, von kühnen Einsichten gezeichnet, nach dem Sieg über die Konterrevolution, umgeben von Generälen, üblen Regens Geschosse zu meiden,
zu Hunderten tauchen sie auf, die Helfershelfer, nehmt sie mit, was tun sie hier, o dass auch sie angesaugt würden, er zerrte mich, nehmt sie mit, die Reisenden in den grossen Flughäfen, auch sie fahren ja auf Bändern, iih, schnaufend, schwitzend, überlaut, sie verlieren ihre Jäcklein, er zerrte mich vom Weg, regen sich auf, aah, Ferien sind anstrengend, es wäre besser, wenn sie mit euch reisten, entspannender, sie würden nicht den Arm brechen, sie müssten nicht Rechnungen beanstanden, nicht im nächsten Jahr nach Portugal wollen, allbewandert, warum sind die Menschen so dumm, die Menschen sind so dumm, weil es für sie evolutionsmässig kontraproduktiv wäre, wenn sie wesentlich klüger wären, als sie sind, in mundum veni, warum sind wir so klug, zunächst und im Grunde sind wir so klug, weil dies unser Platz im evolutionsmässigen Zusammenhang der Dinge ist, jede Art hat ihre besondere ökologische Nische, die es ihr ermöglicht, ihren evolutionären Weg durch die Zeitläufte zu finden, dir zu Füssen, Klugheit ist eine unvermeidliche Begleiterscheinung unserer physischen Beschaffenheit, unser Körper hat nämlich viel mehr unabhängig bewegliche Teile als der anderer Lebewesen, ut omnis qui credit in me in tenebris non maneat, der Mensch ist das Lebewesen, dessen Körper dank einer Vielzahl von Teilen, die sich unabhängig voneinander bewegen lassen, eine ungeheuer grosse Menge an möglichen Zuständen annehmen kann,
die Planung, die Steuerung und Koordination aller dieser Bewegungen verlangt nach einem leistungsfähigen Rechner, zu Füssen lag, wir werden durch die grösseren Anforderungen der Lebensweise unserer ökologischen Nische zu immer grösseren Fähigkeiten in der Informationsgewinnung und -verarbeitung getrieben, et ego rogabo Patrem et alium paracletum dabit vobis, die Ueberwachung unserer Umgebung ist für unsere Lebensweise entscheidend, wir müssen wissen, vor welchen Bestandteilen unserer Umgebung wir auf der Hut sein müssen und welche wir gefahrlos ignorieren können,
fühlt sein Herz an deinem Herzen schwellen, die Komplexitäten von Informationsmanagement und -kontrolle stellen unerbittliche Anforderungen an den Bioingenieur Evolution, paracletum dabit vobis, um ein grosses Informationsvolumen zu verarbeiten, müssen wir von der Natur mit einem grossen Hirn ausgestattet sein, und um einen differenzierten Körper zu beherrschen, braucht man ein differenziertes Gehirn, die Evolution des menschlichen Gehirns ist die Geschichte des Kampfs der Natur um die Erstellung des Apparats zur Informationsverarbeitung und -kontrolle, den Geschöpfe von wachsender körperlicher Beweglichkeit benötigen, schwellen,