Montag, 27. September 2021

Samstag, 25. September 2021

corbeille de fruits, alles in allem leistet unser Bildungssystem kaum mehr als die Systeme der totalitären Staaten, im Gegenteil, die totalitäre Lüge zwingt die jungen Leute zum Widerstand und zum Nach­denken, auch zur raffinierten Verstellung, fleuch mein Freund, wobei damit natürlich noch nie­mandem geholfen ist, dass uns unsere Art der Verbildung der Jugend einen uneinholbaren Vor­sprung verschafft hat, ist ei­nes der vielen Dinge, die wir nicht erklären können, basket of fruit, unsere Kunstarbeit geht weiter, und wenn die Welt voller Teufel wäre,

Samstag, 18. September 2021

cesta de frutas, wir freuen uns über jeden, der gegen Knechtschaft und Unterdrückung schreibt, das ist das wahre Schreiben, denkt der expert, wir freuen uns aber auch über jeden, der für Knechtschaft und Un­ter­drückung schreibt, auch das ist das wahre Schreiben, auch dieses Schreiben ist nötig, und so­gar sehr, und der expert geht über zu den digestifs, es ist unmöglich, denkt er, auch wenn wir hundert Zungen, hundert Munde und eine Stimme aus Erz hätten, könnten wir nicht alle Formen der Dummheit aufzählen, nicht alle Namen der Tor­heit nennen, brandies and liqueurs,

uns macht es nichts aus, wenn die Gerontokratien zum Nulldenken anhalten, uns macht es nichts aus, wenn die unzähligen Meldungen, die sie unverholen verbrei­ten, nur Signale sind, die nicht in die Hirne der Bürger gelangen, uns macht es nichts aus, wenn durch die Unzahl der Meldun­gen jedes Gefühl für den Inhalt verschwindet, und jedes kleineren Umstands, und uns ist es auch ganz gleich, wenn alle lügen und alle in der Lüge leben, ach, wer ruft nicht so gern Unwiederbringliches an, das Leben in der Lüge manifestiert sich nicht mehr wie früher dadurch, dass man etwas bejaht, was man angesichts der bewussten Entstellung der Tatsachen als falsch erkannt hat, das Leben in der Lüge manifestiert sich dadurch, dass man gar nicht mehr auf die Idee kommt, dass so etwas wie Wahrheit existieren könnte, Ricard,

Freitag, 13. August 2021

was geht ihnen durch den Kopf, wenn sie die widersprüchlichsten Dinge in schönster Gleichzeitigkeit glauben, aniseed-flavored aperitif, die Tugenden, die doch der Gesellschaft zugute kom­men sollen, isolieren, wer nur Vernunft, Wahrheit, Gefühl folgt, hat fast nichts gemein mit der Ge­sellschaft, er muss in sich selbst sein ganzes Glück suchen und finden, der rechtlich Denkende muss deshalb die Reinheit, die sein Gewissen befriedigt, mit der Fähigkeit verbinden, ihr Gegenteil, die Verleumdung, schon im voraus zu ahnen und ihr vor­zubeugen, consurge sicut in diebus antiquis, er muss eine Redlichkeit mit der Phanta­sie eines Ver­brechers paaren, so leben wir,

Dienstag, 27. Juli 2021

Freitag, 23. Juli 2021

Bitter, die Gesellschaft ist ein Wunder, sagten wir, ein Wunder mit negativem Vorzeichen, und ein Wunder ist es auch, dass sie fort­dauert, dass die stillschweigende Verabredung, neunzehn Zwanzigstel der Bevöl­kerung rechtlos zu lassen, die Gesellschaft nicht zerfallen lässt, sondern ihr im Gegenteil Halt zu geben scheint, sie werde, meint Chamfort, zusammengehalten durch die Hoffnung auf die Ge­winne aus einer Lotterie, die niemals zur Auszahlung gelangen, der einzige Gewinn ist die Hoffnung, und diese genügt, Bitters,

 

Montag, 19. Juli 2021

die Grossen wollen, dass man sich nicht erst für Wohlta­ten, sondern schon für Hoff­nungen auf solche erniedrigt, sie wollen uns nicht durch den Lotte­riegewinn, sondern schon durch ein Lotterielos kaufen,  bin ein Mai-Blümchen, es sind dies historische Gedanken, sie haben keine praktische Bedeutung mehr, solchen Reden bereiteten die französische Revolution vor, Porto, der expert liest die falsche Liste, er ist bei den apéritifs gelandet und wollte doch zu den digestifs, ich hatte von drei Frauen geträumt, mit denen ich auf der Strasse ins Gespräch gekommen wa­r, ich hielt sie für Prostituierte, da mich eine der Frauen, die kurz verschwunden war, um in einem kleinen Restaurant etwas zu erfragen, besonders interessierte, fragte ich die beiden anderen nach den Möglichkeiten, sie zu treffen,

Samstag, 12. Juni 2021

die Frauen lachten und erklärten, dass nur sie Prostitutierte seien, die Frau, die mich interessiere, sei keine, sie würden sie aber trotzdem fragen, vielleicht sei sie ja einverstanden, eaux-de-vie de fruits, es ist eines unserer grossen Geheimnisse, dass es bei uns, um das Ganze in glücklicher Fahrt zu hal­ten, grosse Sphären geben muss, in welchen die Drittklas­sigkeit unbegrenzt blühen und gedeihen kann, eller lik en ung hjort, und die Viertklassigkeit, jenes süsse Gedränge der leichtesten irdischen Tage, und die Fünftklassigkeit, Fruit brandy, warum sind wir so zufrieden, wir sind so zufireden, weil wir in den Ho­sentaschen mehrfach gefaltete, bekritzelte Zettel herumtragen, Zettel mit den Produktionsgeheim­nis­sen, mit den Rezepten, mit welchen die Leute land­auf landab in einem Zustand gemässigter Schädlich­keit gehalten werden können,

Donnerstag, 10. Juni 2021

liqueurs, im übrigen bekleiden wir, wie immer, die bequemen, guten Stellen in den mittleren Sphären, wir sind ja nicht dumm, wir wollen nicht behelligt werden und schön brav existieren, und wir verstecken uns deshalb im Nebel, den Schluddrigkeit und der Inkompetenz über das Land legen, und entgehen so den wechselhaften Schicksalen und den schau­erlichen Kon­trollkapriolen, an denen andere in höheren Regionen zerbrochen sind, liqueurs, und wenn dann eine Seel nicht tot ist, sondern eine lebendige Lieb zu Gott in sich hat, ist es nicht eine grosse Gnad, dass sie ein jedes geringes Ding, das sie begehrt und das ihrem Beruf und Schuldigkeit nicht gemäss ist, empfinde,

Samstag, 22. Mai 2021

Dienstag, 20. April 2021

in generationibus saeculorum, ach wie bereitet eine solche Seel seiner Majestät ein so weiches Bett von Rosen und Blumen, der Gott diese Sorgfältigkeit eingibt, und er wird nicht unterlassen können, zu ihr zu kommen und sich mit ihr zu ergötzen, ob er sich schon säume, vnd sey gleich eim Rehe, Herr Gott, was thun wir Geistlichen sonst im Kloster, wenn wir schon die Welt verlassen, warzu seynd wir gekommen, worinnen können wir die Zeit besser zubringen, als dass wir in unseren Seelen die Herberg zubereiten unserm Bräutigamb, seines Schattens begehr ich, und wir meditieren, nieder sitz ich,